Aktuelles

„An Phingschte is de Schwob in Ulm, drum kumm och Du dezu!“

Heimattag der Banater Schwaben, vom 19. bis 20. Mai 2018 in Ulm

IMG_6623

 

Project Schwowe

Jugendball Roxy 3 2018 Kopie

Jung und Alt aufgepasst! Auch dieses Jahr findet unser Jugendball wieder statt. Anlässlich der Heimattage in Ulm wir der Jugendball unter dem Namen „Project Schwowe“ am 19. Mai 2018 im Roxy in Ulm veranstaltet werden. Unser „DJ Crisp“ aus Esslingen sorgt für einen guten Musikmix aus Blasmusik, Schlager und Modern. Somit ist für jeden was dabei!

Der Eintritt kostet pro Person 7€, DBJT-Mitglieder zahlen nur 5€. 19:00 Uhr ist Beginn des Jugendballs. Bei Fragen könnt ihr euch gerne an uns, den Vorstand der DBJT, wenden. Wir freuen uns auf euch!

Kinderbetreuung an den Heimattagen in Ulm

Liebe Eltern,

am Sonntag, den 20. Mai 2018 findet unser großes Heimattreffen in Ulm statt. Damit euren Kindern nicht langweilig und der Tag für euch nicht zu anstrengend wird, bieten wir auch dieses Jahr wieder eine Betreuung für die Kinder an, welche sich vor Halle 2 befindet. Die Kinder haben die Möglichkeit sich schminken zu lassen, auf der Hüpfburg auszutoben oder künstlerisch an der Malstation zu verausgaben. Die Betreuung beginnt um 10:00 Uhr und endet um 17:00 Uhr. In diesem Zeitraum habt ihr als Eltern die Möglichkeit eure Kinder in unsere Hände zu geben, da immer jemand vor Ort sein wird, der/die sich um die Kinder kümmert. Bei Fragen könnt ihr euch an die dafür zuständige Ansprechpartnerin Stefanie Timmler oder direkt an den Vorstand der DBJT wenden. Wir freuen uns auf euer Kommen!

DBJT wählt neuen Vorstand

 (Auf dem Bild von links nach rechts: Ramona Kiefer, Stefanie Timmler, Dennis Schmidt, Julia Polling, Patrick Polling, Lukas Krispin, Patrick Stanek, Lena Winter, Andrea Kielburg (Sandra Keller fehlt))

(Auf dem Bild von links nach rechts: Ramona Kiefer, Stefanie Timmler, Dennis Schmidt, Julia Polling, Patrick Polling, Lukas Krispin, Patrick Stanek, Lena Winter, Andrea Kielburg (Sandra Keller fehlt))

Am Samstag den 17.02.2018 trafen sich 38 Delegierte der verschiedenen Tanzgruppen zur Hauptversammlung der DBJT im Ulmer Zentralmuseum. Auf der Tagesordnung standen der Rechenschaftsbericht des DBJT Vorsitzenden Harald Schlapansky über die letzte Legislaturperiode, die Entlastung des alten Vorstandes, die Wahl des „neuen“ Vorstandes und weitere Aussprachen und Vorschläge zu verschiedenen Themen.

Nach einem emotionalen Rechenschaftsbericht von Harald Schlapansky, der nun nach neunjähriger Amtszeit, als Vorstandsvorsitzender der DBJT zurücktritt, konnte der Vorstand ohne Gegenstimmen entlastet werden. An dieser Stelle wollen wir Harald für die Zusammenarbeit und das Vertrauen der letzten Jahre bedanken, denn die DBJT wäre nicht zu dem geworden, was sie heute ist!

Wahlleiter für die Neuwahlen des Vorstandes war Jürgen Griebel. Der neue Vorstand besteht erneut aus 10 Mitgliedern:

Vorstandsvorsitzender:    Patrick Polling

Stellv. Vorsitzende:           Lukas Krispin, Sandra Keller

Kassierer:                            Patrick Stanek

Schriftführer:                     Dennis Schmidt

Beisitzer:                            Stefanie Timmler, Julia Polling, Lena Winter, Ramona Kiefer, Andrea Kielburg

Nach einer kurzen Vorstellung der neuen Vorstandsmitglieder wurden anstehende Termine der DBJT besprochen. Außerdem sprach man über die Mitgliederversammlungen, sowie über die Satzung.

Dem neuen Vorstand wünschen wir viel Erfolg, Spaß und Kraft in den zu bewältigenden Aufgaben. Der Respekt untereinander sollte bewahrt sowie die Gemeinschaft in den Mittelpunkt gestellt werden. Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit unserer Landsmannschaft und werden alles versuchen, um die Grundwerte unserer Volksgruppe zu vertreten.

DBJT Fahrradtour durch`s Banat 2017

Als Harald Schlapansky in der Vorstandssitzung der DBJT vor etwa einem Jahr mit dem Vorschlag kam, im Sommer 2017 eine Fahrradtour durchs Banat zu organisieren konnten sich die meisten erst einmal nichts davon vorstellen.  Eine Woche unterwegs auf dem Fahrrad durch die Heimat unserer Eltern? Das klingt doch eigentlich genial, oder nicht? Der Vorstand stimmte dem Vorschlag zu und in den folgenden Monaten wurden weitere Vorbereitungen getroffen. Man musste eine Route planen, Mitradler finden und natürlich Übernachtungs- sowie Transportmöglichkeiten organisieren. Im Februar dieses Jahres stand nun die Teilnehmerliste fest. Es hatten sich leider nur 10 Jugendliche gemeldet, welche sich die Zeit nehmen konnten und wollten um diese Reise anzutreten. Das ließ uns jedoch nicht abschrecken und weiter ging es mit den Planungen. Die mutigen Radler waren Lukas und Johannes Krispin, Anna Lehmann, An-Katrin Kobsa und Elisa Schöffler von der Tanzgruppe Esslingen, Patrick Stanek von der Tanzgruppe Würzburg, Leonhard Hutter und Fabian Dölger von der Tanzgruppe München, Dennis Schmidt vom Vorstand der DBJT sowie Ich selbst, Patrick Polling von der Tanzgruppe Spaichingen. Nicht zu vergessen war natürlich der Chef aus München, Harald Schlapansky. Begleitet wurden wir von Gerhard Hellner und Elvine Schöffler, welche uns im Banat unterstützten und unser Gepäck stets zum nächsten Ziel brachten.

Nachdem alle Routen geplant wurden und Übernachtungen von Harald gebucht waren mussten noch wenige letzte Schritte unternommen werden bevor es losging. Dazu gehörte natürlich auch das eigene Fahrrad fahrtüchtig herzurichten, Helm, Licht und Pumpe anzubauen und Ersatzschläuche einzupacken. Wir wussten nicht was uns erwartete, freuten uns jedoch alle riesig darauf, die Heimat unsere Eltern und Großeltern zu besuchen und neue Geschichten erzählen zu können.

 

Tag 1 (So): Abfahrt von Deutschland

Nun sollte sie also schon starten, unsere Fahrradtour durchs Banat. Acht Tage unterwegs mit dem Fahrrad durch Ahnenland. Über Feldwege, Schotterpisten und kleine Ortschaften bis hin zu den großen Städten Temeswar und Arad. Riesig war die Freude als ein Teil von uns am Wendlinger Busbahnhof ankam um zusammen auf den Bus der Firma Pletl zu warten. Fragen wie „Passt das wirklich alles in den Bus“ oder „hoffentlich bekomme ich genug Platz“ schwirrten uns durch den Kopf. Der Bus kam pünktlich und wir beluden den Anhänger mit Hilfe von Gerhard und den zwei rumänischen Busfahrern. 15 Sitze hatte dieser, 13 Personen sollten wir sein. Gleich war uns klar, das würde eine kuschlige Fahrt werden. In Oberschleißheim stießen unsere drei Münchner hinzu und wir machten uns um 20 Uhr am Sonntagabend auf von München in Richtung Rumänien. Von den Tanzseminaren und Veranstaltungen der DBJT kannten wir uns bereits alle, sodass ein erstes Vorstellen überhaupt nicht von Nöten war. Elisa und Lukas erstellten uns orangene Leibchen mit einem Aufdruck unserer Tour, welche wir auf den Fahrten tragen würden. Auf der Busfahrt spielten wir noch ein wenig Karten, hörten Musik und kamen ins Gespräch bis wir alle einschliefen und dem Brummen des Motors lauschten. Morgen würde es so weit sein. Die Fahrradtour startet in 3…2…1…

Tag 2 (Mo): Ankunft in Busiasch, Bakowa un Silascher Berg [22km]

Nach einer 20-stündigen Busfahrt welche einerseits faszinierend andererseits jedoch auch anstrengend war, kamen wir in Busiasch bei unserer ersten Pension (Pension Paradis) an. Alles hat zum Glück in den Bus gepasst der uns sicher an unsere erste Station gebracht. Harald checkte für uns ein und machte die Zimmeraufteilung. Nachdem wir den Bus ausgeladen hatten und unsere Zimmer bezogen hatten, bekamen wir ein spätes jedoch wirklich leckeres Frühstück. Wir waren alle begeistert von der Pension, denn es gab saubere Zimmer, tolle Aufenthaltsräume und einen schönen kleinen Pool im Garten. Sofort war uns klar, da müssen wir heute noch rein! Erstmal hieß es jedoch aufsatteln und los Richtung Bakowa, dem Nachbardorf und Heimatdorf von Elvine und Harald. Nur ca. 6 km waren es von der Pension bis nach Bakowa (rum. Bacova). Hier zeigte uns Harald sein Elternhaus, die Kirche, die Schule in der er bis zur 8ten Klasse zu Schule ging sowie das Denkmal der gefallenen im ersten Weltkrieg. Was uns eigentlich jedoch nach Bakowa führte war das dortige Altenheim, in dem noch einige deutsche leben und wo wir von Helmut Weinschrott zum Mittagessen eingeladen waren. Wir konnten uns selbst nicht vorstellen welch eine Freude wir den dortigen Bewohnern des Seniorenheims machten. Wir kamen ins Gespräch und hörten den Geschichten der Menschen zu, welche natürlich nur „uf schwowisch“ waren. Tränen kamen in die Augen der Bewohner, als wir zum Abschied noch Veilchenblaue Augen und den Donauschwabenwalzer tanzten und allen wurde warm ums Herz. Einerseits glücklich, den Menschen eine Freude gemacht zu haben, andererseits traurig darüber wie einsam sich manche fühlten machten wir uns auf den Weg zurück Richtung Busiasch. Jedoch nicht zurück zur Pension sondern hoch auf den Silascher Weinberg, wo uns eine fantastische Aussicht begrüßte und wo uns Harald noch einige Geschichten über den früheren Weinbau erzählte. Der Silascher Berg war das Ziel des Tages und die Kapelle ein Ort der Besinnung mit einem wunderschönen Aussichtspunkt in die Weiten des Banats. Zurück in der Pension sprangen wir alle zusammen nach einem heißen Tag in den erfrischenden Pool. Der Abend klang aus bei einem Essen in Busiasch und einem Wein direkt aus der Region.

Silascher Weinberg                                                                     Im Seniorenheim von Bakowa

Tag 3 (Di): Busiasch– Maria Radna [78 km]

Von Busiasch machten wir uns nach einem stärkenden Frühstück auf nach Maria Radna. Die längste Tour unserer Reise stand uns nun bevor. Am Vortag bereits besorgten Harald und Gerhard den Kleinbus, mit welchem uns Gerhard und Elvine die ganze Zeit über begleiten würden. Dieser wurde dann morgens voller Enthusiasmus beladen und wir brachen auf in Richtung Norden. In Busiasch zeigte uns Harald noch das dortige Mineralwasser, welches voller Magnesium und Schwefel war und somit zu einem der gesündesten der Welt zählte. Wir füllten all unsere Trinkflaschen und fuhren weiter. Anfangs kamen wir mit zügigem Tempo voran bis nach Hitias, wo wir die Temesch überquerten. Bei unglaublich heißen 37°C und stechender Sonne machten wir viele Trinkpausen. In einer geschlossenen Truppe mit unseren orangenen auffälligen Leibchen unterwegs zu sein fühlte sich unglaublich gut an. Man gehörte zusammen, man erlebte zusammen die Fahrt und die Heimat, von der noch viel zu sehen sein sollte. Anfangs war der Weg leichter als gedacht, jedoch stießen wir nach einiger Zeit auf Schotterwege und Kopfsteinpflaster, welche uns den Weg um einiges erschwerten. Bergauf den Schotterweg über 40 km hinweg. Das war eine unglaubliche Herausforderung, denn auf dem Weg waren die 4l Liter Wasser welche ein jeder von uns mittrug schneller Weg als wir dachten. Gott sei Dank hatten wir unsere Retter im Bus, welche uns in einer der kleinen rumänischen Ortschaften mehr Wasser brachten, mit dem wir uns stärken konnten. In einem kleinen rumänischen Dorf in Mitten der Berglandschaft beschlossen wir ein kleines Mittagessen zu haben. Wir besorgten uns eine richtige „Schwowische Brotzeit“. Mit „Brânză, Speck, Worscht, Pardeis, Umorke, Brot un Rohm“ ließen wir es uns im Schatten gut gehen, bevor wir den letzten Weg nach Lippa auf uns nahmen. In Lippa angekommen überquerten wir mit der Marosch den zweiten Fluss denn unser Ziel war ein Kloster in der rumänischen Ortschaft Cladova, welche etwa 7 km außerhalb von Lippa lag. Dort wurden wir empfangen von Priester Johann Cadarean der uns herzlich aufnahm, uns die Zimmer zeigte und uns ein köstliches Abendessen zubereitete. Auch der Archivar der Diözese Temeswar, Drd. Claudiu Câlin stieß hinzu und wir ließen den Abend ausklingen bei Akkordeonmusik, Gesang und Wein sodass wir erschöpft und müde ins Bett fielen.

Wahre Freundschaft zum Abschied in Cladova.

 

Tag 4 (Mi): Maria Radna Wallfahrt

Nach einer kurzen Nacht aber einem kräftigen Frühstück ging es zur Deutschen Wahlfahrt nach Maria Radna. In der wunderschönen Kirche wurde die feierliche Messe zelebriert. Mit dem Kleinbus brachte uns Gerhard zur Kirche, damit wir nicht verschwitzt zur Wallfahrt ankamen. Auch Busse aus Deutschland trafen wir zusammen mit der Donauschwäbischen Blaskapelle Reutlingen. Man sah den Menschen an, welche Emotionen sie mit diesem heiligen Ort verbinden konnten. Da wurde uns klar, die Wallfahrt bedeutete den Menschen früher sehr fiel, und auch heute sollte man dies nicht vernachlässigen. Zu Mittag waren wir eingeladen von Domkapitular Andreas Reinholz in den Nebensälen der Kirche köstlich zu speisen. Hier trafen wir auf den Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Banater Schwaben Peter Dietmar Leber und Herrn Nikolaus Rennon, Vorsitzender des Hilfswerkes der Banater Schwaben. Da diese beiden Herren uns in finanzieller Hinsicht im Namen ihrer Verbände bei der Fahrradtour kräftig unterstützten bedankten wir uns herzlich bei ihnen. Anschließend nahmen wir am Kreuzweg teil und besuchten danach das Orgelkonzert. Ein langer, schöner und warmer Tag wurde dann erneut bei Gesang im Kloster beendet. Nach dem anstrengenden Trip des Vortages tat es uns gut bereits einen Tag zu pausieren und nicht auf dem Sattel zu sitzen.

In der Maria Radna Kirche mit unseren Förderer.

 

Tag 5 (Do): Maria Radna – Neudorf – Guttenbrunn – Schöndorf – Neu Arad  [40km]

Nach dem Aufenthalt im Kloster in Cladova ging es für uns Radler wider auf die Banater Seite der Marosch nach Neudorf, dem Heimatdorf von Gerhard, wo wir von Frau Tietz durch die katholische Kirche geführt wurden. In Guttenbrunn (rum. Zâbrani) besichtigten wir das Museum von Adam Müller Guttenbrunn dem berühmten deutschen Schriftsteller. Sogar auf der Kirchenorgel durften wir hier spielen als wir die Kirche besuchten. Weiter ging es nach Schöndorf (rum. Frumuşeni) wo wir von Anni Denk und weiteren Banater Schwaben, welche aus Deutschland angereist waren empfangen wurden. Besonders hierbei war, dass sie für uns die Glocken der katholischen Kirche erklingen ließen, was uns allen eine enorme Gänsehaut bescherte. Wir wurden mit Getränken, frischen Früchten und Eugenia empfangen und konnten uns für die Weiterfahrt stärken. Nach dieser Erfrischung ging der letzte Abschnitt bis nach Neuarad wo wir von Adelheid Simon und Michael Szellner im der Pension Larissa begrüßt und abends vom Deutschen Forum zu einem Essen eingeladen wurden. Das Essen fand zusammen mit Mitgliedern der Tanzgruppe Banat Ja, aus Arad statt, welche ausgesprochen gutes Deutsch sprachen, was für uns ein großer Vorteil war, da die meisten von uns fast kein rumänisch sprechen konnten. Nach dem guten Essen gingen wir gemeinsam mit den Jugendlichen aus Arad zusammen in die Stadt. Ein erlebnisreicher und anstrengender Tag ging zu End an dem neue Freunde gefunden werden konnten welche wir bereits am Samstag in Warjasch wieder sehen würden.

Gruppenbild mit den Banater Schwaben aus Schöndorf.

 

Tag 6 (Fr): Neu Arad – Deutschsanktpeter [33km]

Am Freitag wurde Neuarad hinter uns gelassen und wir machten uns auf den Weg nach Deutschsanktpeter (rum. Sânpetru german). Wir wurden dabei begleitet von Familie Winter welche als DBJTler für kurze Zeit dazugestoßen sind und uns über den Maroschdamm bis zu einer kleinen Oase mitten im Wald führten wo wir zum Mittagessen eingeladen wurden. Für alle war klar, dieses Gulasch, mit dem frischen Brot, welches hier für uns zu Mittag zubereitet wurde, war das Beste welches wir je gegessen hatten. Ob es an der extremen Hitze lag, die uns alle aushungern ließ, das lassen wir hier mal unbeachtet, es war unglaublich lecker! Es wurde frische Melone genascht und Fußball gespielt. Ausgeruht ging es dann in unsere Unterkunft in ein altes serbisch-orthodoxes Kloster (Kloster Bezdin) welches wir bezogen und sofort zur Erfrischung in die Marosch sprangen. Obwohl das Wasser so warm war, als würde man duschen, genossen wir die Zeit im strömenden Fluss. Die knurrenden Bäuche wurden bei einem Abendessen gestillt. Müde ließen wir uns ins Bett fallen.

Schwitzen und treten bei  Deutschsanktpeter. Walter Winter zeigt uns den Weg.

Sa: Deutschsanktpeter – Variaş [22km]

Am Samstagmorgen hatten wir die nächste Etappe vor uns. Davor noch ein kräftiges Frühstück durch die Freunde aus Deutschsanktpeter und anschließend eine Führung durchs orthodoxe Kloster. Danke an dieser Stelle an Familie Winter für die Verpflegung und die gemeinsame Zeit! Danach ging es auf die Kerweih nach Warjasch (rum. Variaş). An Traktoren und Pferdekutschen vorbei mit unseren treuen Begleitern im Kleinbus, welche die ganze Reise ohne Klimaanlage überstehen mussten (Respekt!), kamen wir in Warjasch an wo wir uns schnellstens umzogen und auffrischten, um rechtzeitig zur Kirche um 12 Uhr zu kommen. Tolle Trachten und schöne Mädle waren auf der Kerweih. Monica Lazea und Hansi Müller empfingen uns hier. Nach der traditionellen Kirche, welche auf Deutsch gehalten wurde, tanzte der Trachtenzug zur Blasmusik auf den Straßen von Warjasch. Zum Kehrweihstickel mussten wir uns alle beherrschen nicht einfach mitzutanzen, hier waren wir selbst einmal die Zuschauer und wir genossen es sehr. Nachmittags blieb uns ein wenig Zeit, sodass wir diese am Pool unserer Behausung nutzen. Um 17.30 waren wir pünktlich zur Versteigerung des Straußes zurück. Die verschiedenen Tanzgruppen aus Warjasch, Detta und Billed zeigten verschiedene Tänze. Bei den Gemeinschaftstänzen wurden wir auch aufgefordert mitzutanzen, sodass wir mit den banater Trachtenträgern neue Tänze lernten und uns den Abend über näherkommen konnten. Wir lernten viele neue Freunde kennen die wir hoffen bald wieder zu treffen. Auch unsere Freunde aus Neu Arad kamen auf den Ball und wir tanzten gemeinsam in die Nacht. Beim Tanzen hielten uns auch die warmen Temperaturen nicht ab. Schweißgebadet machten wir uns Ständchen singend auf den Heimweg zur Pension. Ein atemberaubender Tag ging zu Ende, den wir alle nicht vergessen werden. Wieder konnte ein Stück von dem was unsere Eltern früher erfahren konnten weitergegeben werden. Danke an alle die hier mitwirkten!

Trachtenzug uf de Kerweih in Wariasch.

 

So: Warjasch – Knees – Billed [30km]

Nach einer durchzechten Nacht ging es am Sonntag morgen nach einem stärkenden Frühstück nach Knees (rum. Satchinez). Nikolaus Kutschera empfing uns direkt am Dorfeingang und erzählte uns einige interessante Geschichten zur Entstehung des Dorfes. Zu Mittag wurde hier für uns von den Banater Schwaben im Dorf Mici gegrillt. Dazu gab es selbstgemachte „Lewerworscht, Griewe und Mustor“. Mit einer solchen Stärkung im Bauch halfen wir, den dortigen Friedhof aufzuräumen, was uns trotzdem den Schweiß auf die Stirn brachte. Weiter ging es nach Billed, wo uns Roswitha und Adam Csonti empfingen. Nachdem wir die dortige Pension bezogen hatten, gab es ein Abendessen zu welchem wir abgeholt wurden. Wir  verbrachten den Abend mit der Tanzgruppe Billeder Heiderose im Haus des deutschen Forums. Es wurde bei langersehntem kühlem Regen ausgiebig getanzt, ob Popularâ oder Gemeinschaftstänze, sodass es einen müde ins Bett fielen ließ.

Gruppenbild mit den Banater Schwaben aus Knees.

Mo: Billed – Temeswar [29 km]

Heute stand uns die letzte Etappe bevor. Nach einem frischen, leckeren Frühstück in Billed und einer Führung durch das Museum des Deutschen Forums in Billed ließen wir die letzten 30 km bis Temeswar (rum. Timişoara) hinter uns. Wir bezogen das Lenau-Internat und machten uns auf den direkten Weg zu einer Begegnung mit anderen Jugendlichen aus Moldawien, Ukraine, Bosnien Herzegowina, Rumänien und weiteren europäischen Ländern durch die Veranstaltung „Licht und Klang“. Hier empfang uns Frau Dr. Swantje Volkmann im Adam-Müller-Guttenbrunn Haus. Nach einem interessanten Workshop mit den anderen Jugendlichen, welche hier noch eine ganze Woche verbringen werden wurden wir erneut eingeladen zum gemeinsamen Abendessen. Den Abend ließen wir in der wunderschönen „Hauptstadt der rumänischen Jugend“ ausklingen. Die Mitglieder der Billeder Tanzgruppe mit denen wir am Vortag noch feierten kamen ebenfalls nach Temeswar um mit uns den Abend über den Dächern der Stadt zu verbringen.

Ankunft nach 300 km in Temeswar

Di: Temeswar, Abfahrt

Als wir im Internat aufwachten und feststellten, dass heute unser letzter Tag anbrach, waren wir alle erst einmal traurig. Andererseits freuten wir uns jedoch auch die Stadt noch einmal zu besichtigen und zusammen erleben zu dürfen. Zum Frühstück gab es eine Kleinigkeit an einem der vielen leckeren Ständen, es gab Merdenelle. Gestärkt trafen wir Claudiu Câlin, der uns bereits im Kloster in Cladova wollkommen hieß. Wir trafen ihn am Domplatz, wo er mit uns eine Führung durch Temeswar startete. Zuerst bekamen wir das Bistum mit dem Diozesanmuseum zu sehen und den Dom in Temeswar. Claudiu erzählte viele interessante Geschichten, wir waren wirklich froh ihn dabei zu haben. Die Gebäude und Plätze faszinierten uns als wir durch die alte Stadt geführt wurden. Nach einem kräftigen Mittagessen verluden wir ein letztes Mal unsere Koffer in den großen Bus. Anschließend besuchten wir noch einmal das AMG (Adam-Müller-Guttenbrunn Haus), in dem uns Harald eine kleine Führung gab. Die Senioren freuten sich sehr, dass sie mit solch jungen Leuten reden konnten. Wir waren uns wieder schnell einig, dass wir unsere Vorfahren dort niemals vergessen dürfen!
Ein letztes Essen gab es in der Banater Metropole und wir stiegen zur dunklen Stunde nach 7 Tagen 9 Stationen und 300 km, in den Bus nach Deutschland.

Am Mittwochnachmittag nach erneuter 20stündiger Busfahrt kamen wir zu Hause in Deutschland an. Unsere Wege trennten sich erneut, doch eines ist klar. Über diese Zeit sind wir als Team zusammengewachsen und wir werden sie so schnell sicherlich nicht vergessen. Gemeinsam das Land unserer Eltern und Großeltern zu erleben, und das mit dem Fahrrad, bleibt ein Erlebnis für die Ewigkeit. Dieses Gefühl Dinge zu erleben und zu sehen, von dem bisher nur Geschichten erzählt wurden wird unser Leben prägen. Wir dürfen unsere Vergangenheit nicht vergessen, genauso wenig wie die wenigen deutschen, welche noch in der alten Heimat leben. Sie sind noch da! Auch will ich mich hier im Namen der Radler bedanken bei Harald für die gesamte Planung und den Einsatz diese Tour auf die Beine zu stellen. Genauso bedanken wir uns bei Gerhard Hellner und Elwine Schöffler die uns unermüdlich gefolgt sind und uns bei be- und entladen des Busses halfen. Der letzte und wichtigste Dank geht an die Landsmannschaft der Banater Schwaben und das Hilfswerk der Banater Schwaben für die großzügige finanzielle Unterstützung in jeglicher Hinsicht, an Helmut Weinschrott für die Leihstellung des VW Kleinbusses sowie an alle helfenden Hände und Köche. Ihr habt diese Reise zu einer unvergesslichen machen können!

Wir freuen uns schon auf die nächste Fahrradtour durchs Banat, denn wir sind sicher alle wieder dabei! Fahrradtour DBJT – OLE !!

Patrick Polling

DBJT-Zeltlager am Hambach Schloß

Jedes Jahr wird das DBJT-Zeltlager an einem anderen Ort und von einer anderen Gruppe ausgetragen. Dieses Jahr hatte erstmals die Frankenthaler Trachtengruppe die Ehre. Das Wochenende vom 14.07-16.07.2017 war voll von Spiel und  Spaß und stellte für alle Beteiligten einen vollen Erfolg dar.

Für die Trachtengruppe Frankenthal begann das Abenteuer Zeltlager schon donnerstags mit dem Beladen und dem Transport aller Campinguntensilien zum Zeltplatz am Hambacher Schloss, aber auch mit der Vorbereitung des Essens, welches im Vereinshaus der Frankenthal von den Frauen zubereitet wurde. Als das Zeltlager dann am Freitag begann, war alles bestens vorbereitet und nur die Zeltenden fehlten. Nachdem alle Gäste der Reihe nach eintrafen, wurde erst einmal jeder begrüßt um direkt danach zu Grillen und zu essen. Hier hielt der DBJT-Vorsitzende Harald Schlapansky eine kurze Ansprache und begrüßte alle Anwesenden herzlich auf dem Zeltplatz. Anschließend wurden die Zelte aufgebaut, was bei manchen mehr oder minder für Schwierigkeiten sorgte, doch im Endeffekt standen alle Zelte und jeder hatte einen Schlafplatz. Aber auch das Lagerfeuer darf an keinem Zeltlager fehlen, denn hier saßen alle gemütlich beisammen, sangen

alte Lieder aus der Heimat und tauschten ihre Erfahrungen und Erlebnisse aus. Am späten Abend zogen die Jugendlichen an eine zweite Feuerstelle um dort die gemeinsamen Interessen auszutauschen und einander besser kennenzulernen und so näher zusammen zu wachsen. So beendeten wir den Abend mit gemütlichem Beisammensein am Feuer und schlussendlich dem Schlafen im Zelt.

Tags darauf staden die sportlichen Aktivitäten zum Zeitvertreib an erste Stelle, wie beispielsweise Fußball, Volleyball oder einfach selb

st erdachte Spielen. Aber vor allem die Wasserbombenschlacht durfte nicht fehlen, bei der die Kinder ihr Können unter Beweis stellten, indem sie die Männer und Jungs bewarfen, wobei deren Schutz hierbei nur aus Bierbänken bestand, was jedoch für alle eine riesen Spaß darstellt. Die Interessierten machten sich am späten Vormittag zu einem Ausflug mit steilem Aufstieg zum Hambacher Schloss auf, das mit seinem historischen Charme alle verzaubert. Der Abend begann mit einem, vor Ort selbstgemachten Gulasch, das bei allen sehr gut ankam und wurde wieder in gemütlicher Runde am Lagerfeuer abgeschlossen, wobei natürlich etwas Musik wieder nicht fehlen durfte.

Sonntagmorgen nach dem Frühstück begannen dann leider schon die Aufräumarbeiten sehr früh, wobei aber alle tatkräftig mit anpackten. Danach wurde sich verabschiedet und jeder fuhr wieder nach Hause.

Es war ein sehr schönes, unterhaltsames und spannendes Wochenende, und sicherlich freuen sich alle Teilnehmer schon auf folgende Zeltlager.

Von Manuel Huth und Lena Winter

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 


 

Folgt uns auch auf facebook

fb_icon_325x325